Führen funktioniert nur pro-aktiv.

Es ist tatsächlich ein Irrtum zu glauben, Mitarbeiterführung geht so ganz locker nebenbei und dann vielleicht noch mit 20 und mehr sogenannten "Direct Reports", als Personen, die direkt von einer Führungskraft geführt werden. Grundsätzlich gibt es 3 Säulen, die notwendig sind, um eine erfolgreiche Führungskraft zu sein:

  • Fachkompetenz 
  • Methodenkompetenz
  • Soziale- und emotionale Kompetenz


Erst wenn alle drei Kompetenzen annähernd ausgewogen vorhanden sind, können wir von einer guten Führungskompetenz reden. Erfahrungsgemäß ist es die absolute Ausnahme, und nicht die Regel, dass Menschen alle drei Säulen bereits mitbringen ins Berufsleben, zumindest eine fehlt meist. Aber genau daran liegt der Haken, um wirklich Führungskompetenz zu haben, braucht es "ALLE DREI KOMPETENZEN"! 

Eine Kette ist ja auch nur so stark, wie sein schwächstes Glied, genau so ist es bei der Führung. Wir habe in all den Jahren die Erfahrung gemacht, dass ein Mitarbeiter wegen seiner Fachkompetenz eingestellt, aber wegen seiner fehlenden Sozialkompetenz später wieder entlassen wird.

Neben einer fundierten Ausbildung, also Fach- und Methodenkompetenz, braucht es weiters:

  • Grundlagenwissen zu den unterschiedlichen Persönlichkeitstypen
  • wie kann ich mich selbst in einen Spitzenzustand bringen
  • wie kann ich andere in einen Spitzenzustand bringen
  • Grundlagenwissen zur Verkaufspsychologie (alle Massnahmen die zu Veränderungen führen, die wir als Führungskraft setzen, müssen wir den Mitarbeitern auch "verkaufen")
  • Hintergrundwissen zum Thema Leistungspsychologie
  • Grundlagen der Motivationspsychologie (meist ist von Anfang ja viel an Motivation vorhanden, aber aus Unwissenheit werden viele Mitarbeiter von ihren Führungskräften später demotiviert)
  • Wissen über Nutzen und Schaden von Stress
  • Techniken zum Lösen von Konflikten


Die meisten Führungskräfte wissen nicht wirklich, wie sie auf ihre Mitarbeiter wirken, das wird großzügig verdrängt, anstatt hinterfragt zu werden. In Team-Mediationen erlebe wir stets das gleiche Bild, nämlich wieviel Führungskräfte und Mitarbeiter von einander gar nichts wissen.